Gewalt gegen Helferinnen und Helfer passiert nicht nur in den Nachrichten, sondern im Alltag, genau dort, wo Menschen eigentlich helfen wollen. Viele Einsatzkräfte gehen mit einem klaren Ziel in ihren Dienst: helfen, retten, unterstützen, doch immer öfter erleben sie dabei Anfeindungen, Beleidigungen oder sogar körperliche Gewalt, und das macht etwas mit ihnen. Wer im Einsatz beschimpft oder angegriffen wird, fühlt sich oft hilflos und verletzt, nicht nur körperlich, sondern auch innerlich, und viele fragen sich, warum sich die Wut ausgerechnet gegen sie richtet. Diese Erlebnisse bleiben und verschwinden nicht einfach nach dem Einsatz, manche denken noch lange darüber nach, schlafen schlechter oder gehen mit einem unguten Gefühl in den nächsten Einsatz. Auch das Vertrauen verändert sich, denn wer einmal angegriffen wurde, ist vorsichtiger und manchmal auch unsicherer, wodurch Situationen anders wahrgenommen werden, nicht mehr nur als Hilfeleistung, sondern auch als mögliches Risiko. Besonders schwer ist es, wenn solche Erfahrungen häufiger passieren, denn dann wird aus einzelnen Vorfällen eine dauerhafte Belastung, die Freude am Helfen kann darunter leiden und im schlimmsten Fall ziehen sich Menschen zurück oder hören ganz auf, obwohl wir genau diese Menschen brauchen..
Helferinnen und Helfer verdienen Respekt, sie leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft und sind da, wenn es darauf ankommt, deshalb dürfen Gewalt und Anfeindungen keinen Platz haben, weder im Einsatz noch im Alltag, denn am Ende geht es darum, wie wir miteinander umgehen und welchen Wert wir denen geben, die für uns da sind.
